Dr. Amel Karboul

Jet-Lag adé!

Ich fange an mit einem wunderbaren Tipp meines Sitznachbars auf der Strecke Europa – USA; ein Londoner Investment-Manager: Nein es geht nicht um die letzten Börsen News sondern darum, wie man es schafft relativ unbeschadet den USA Jet-Lag zu verkraften.

Gehörst Du zu denjenigen, die immer die Vormittagsflüge nehmen um am Nachmittag zu landen, womöglich direkt ins Büro dort rennen, gegen 20 Uhr tot ins Bett fallen um dann um drei Uhr morgens aufzuwachen. Und noch schlimmer zu den jenigen Millionen, die spät nachmittags aus USA zurückfliegen, um früh morgens in Frankfurt oder sonst wo landen, mit einem Horror-Gefühl im Bauch, wie man wohl diesen ganzen Tag schaffen soll? Dann bist Du der Richtige für meinen (geliehenen) Tipp, das ich auch schon umgesetzt habe:

einen dieser wenigen Abendflüge in die USA nehmen, gegen 23 Uhr ist man/Frau im Bett und schläft recht selig bis mindestens 6 Uhr in der früh und zurück einer dieser wunderbaren wenigen Tagesflüge nach Europa nehmen, da landet man wieder abends in Europa und geht direkt ins Bett…na ja wenn Du sagst dass Du dadurch einen ganzen Tag „verlierst“ – gewichte das mal mit Gewinn an Gesundheit, Gelassenheit und Lebensfreude, einfach probieren, es wirkt!!!

Und um es zu vervollständigen: 2 bis 3 liter Wasser, kein Alcohol, auch nicht diesen wunderbaren Jahrgangs-Champagner, wenig bis gar nicht Essen, Uhr sofort umstellen.

Der Tipp mit möglich viel an der frischen Luft halten (kommt nicht vom Investment Banker, steht aber in den meisten Reiseführer) konnte ich auf meine Business-Reisen noch nie so richtig umsetzten außer:
– du heißt LB und kannst jeden Tag um 5 aufstehen um eine Stunde zu joggen und uns armseligen um 8 beim aus dem Bett ins Auto Fallen erzählst dass Du schon 2 Stunden gearbeitet hast oder
– Du bist CEO und verlagerst das Meeting ins Freie, was auch den Vorteil hat, dass man meistens keinen Beamer benutzten kann, und deshalb staunt wie viel Dialog auf einmal entsteht wenn keine Powerpoints im Spiel sind. Achtung dieser Tipp ist für CFO’s zu gefährlich!

Nur für Hartgesottene: zwischendurch aufstehen, einen Sonnengruß im Flugzeugflur oder gar im Meetingraum durchführen
Meine Kollegin Barbara H. traute auf unserem Flug nach Washington DC ihren Augen nicht, aber mutig wie sie ist, stand sie auf und machte mit – Danke Barbara dass ich nicht alleine: „made a fool out of myself!“